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  Torsten Oehrl INT
 

FCA-Profi Torsten Oehrl hat sich für die Ausgabe des Stadionkuriers zum Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 10. April, 15.30 Uhr) den Fragen des Stadionkurier-Teams gestellt. Diesmal hat sich Stadionkurier-Redakteur Walter Sianos mit Torsten Oehrl in der Altstadt getroffen.

Interview mit Torsten Oehrl


Torsten Oehrl wirkt sehr entspannt und rührt zufrieden in seinem Latte macchiato beim Interviewtermin im Capitol. Dazu hat er allen Grund, denn beim sensationellen Auswärtsspiel in Hannover gelangen dem Franken gleich zwei Tore. 

Wenn ich an die erste Halbzeit des Spiels in Hannover denke, kriege ich immer noch Adrenalinschübe. An so eine furiose erste Hälfte kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern. Wie kommt so etwas zustande, dass ihr so aufdreht und Hannover regelrecht an die Wand gespielt habt?
Das lässt sich schwer erklären, an diesem Tag haben wir sehr nah am Optimum gespielt. Es gibt einfach Spiele, da läuft alles. Und es kann auch sein, dass Hannover uns im Unterbewusstsein doch etwas unterschätzt hat. Aber trotz allem hat es letztendlich nur zu einem Unentschieden gereicht, obwohl wir zur Halbzeit 3:0 hätten führen müssen.

Was mir aufgefallen ist, es wird weniger mit langen Bällen agiert, jeder Spieler fordert den Ball. Hat die Mannschaft ein größeres Selbstvertrauen?
Würde ich schon sagen. Irgendwann merkt man, dass man in der Bundesliga mithalten kann, und für uns ist alles noch möglich in dieser Saison. Man hat nicht mehr die Angst, Fehler zu machen. Das beflügelt natürlich die Leistung.

Fußball ist Kopfsache. Wenn du jetzt mal zurückblickst zum Saisonbeginn, was hat sich deiner Meinung nach verändert? 

Wir haben alle eine Entwicklungsphase durchgemacht, für viele Spieler ist und war die Bundesliga Neuland. Darauf muss man sich auch erst einmal einstellen, hier wird man ganz anders gefordert, das Tempo ist wesentlich höher, Fehler werden brutal bestraft.

Ist ja sicherlich auch nicht gerade schmeichelhaft, wenn jeder Experte einen nur mitleidig belächelt und man zum Abstiegskandidaten Nr. 1 abgestempelt wird.
Fakt ist, dass wir Bundesliga spielen und nach einer Anlaufphase in der höchsten Spielklasse angekommen sind. Wir sind Neuling in dieser Klasse und da ist es doch normal, dass wir als Abstiegskandidat gehandelt werden, ich bewerte solche Aussagen deswegen nicht besonders.

Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, immer mehr Medien berichten mit Respekt über den FCA. Registrierst du so etwas?
Klar bekommt man das mit und natürlich freut es einen, wenn man ein positives Feedback auf seine Arbeit bekommt.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag, die Saison befindet sich auf der Zielgeraden. Der FCA spielt ja immer mit großem Engagement und Kraftaufwand. Haltet ihr dieses Tempo auch durch?
Davon bin ich überzeugt, wir haben jetzt schon öfters bewiesen, zu was wir fähig sind, und wir werden bis zum letzten Spieltag alles geben, um die Klasse zu halten!
 



Du bist vor kurzem 26 Jahre alt geworden. Für deine noch relativ junge Laufbahn hast du schon einige Stationen hinter dir: Fürth, Braunschweig, Offenbach, Bremen, Düsseldorf. Dein Vertrag beim FCA läuft noch bis 2014. Bist du in Augsburg als Fußballer angekommen bzw. heimisch geworden?
In Fürth war ich ja auch länger, ich habe dort noch A-Junioren, dann U23 und dann bei den Profis gespielt. Aber Augsburg ist die längste Profistation bisher und ich habe nicht umsonst erst meinen Vertrag verlängert. Meine Frau fühlt sich hier sehr wohl, meine Tochter ist hier geboren, alles ist im grünen Bereich.

Was unterscheidet den FCA von deinen bisherigen Clubs?

Wenn man den FCA jetzt mit Werder vergleicht, dann ist alles noch eine Spur kleiner. Aber was mir in Augsburg gefällt, ist der familiäre Spirit. 

Der Relegationsplatz ist realistisch. Da könnte man theoretisch auf einen deiner Ex-Clubs Fürth oder Düsseldorf treffen. Ist da noch so etwas wie eine emotionale Bindung vorhanden?
Also bei Düsseldorf habe ich nicht besonders lange gespielt. Ich bin Franke und nachdem ich ja doch einige Jahre in Fürth war, hege ich zu dem Club natürlich Sympathien. Am besten ist, wir landen auf Platz 15 und Fürth steigt direkt ins Oberhaus auf.

Dein Vertrag gilt ja auch für die zweite Liga. Auffällig ist, dass viele Leistungsträger auch für den Fall des Abstiegs unterschrieben haben, dass viele Sponsoren langfristig dabei sind und auch der Ausrüster an Bord bleibt. Zauberwort Kontinuität?
Das ist ein ganz wichtiger Faktor. Hier wird sehr seriös gearbeitet und jeder Spieler weiß, was er beim FCA hat. Selbst ein Abstieg in die zweite Bundesliga wäre nicht das Ende, denn mittelfristig wird sich der Club in der Bundesliga etablieren, davon bin ich überzeugt.

Im Moment hat dich Trainer Jos Luhukay als Sturmspitze aufgestellt, das macht unser Spiel etwas unberechenbarer, wie ich finde. Du hast aber auch schon im offensiven Mittelfeld gespielt. Welche Position magst du lieber?

Ganz ehrlich, ist mir eigentlich egal, hauptsache offensiv. 

Heute kommt der FSV Mainz in die SGL arena. Das Hinspiel war ja auch eine ganz besondere Partie. 

Da war ich leider verletzt und musste das Spiel im TV verfolgen. Das ist wesentlich nervenaufreibender, als wenn man selber dabei ist. Klar, das Spiel habe ich noch voll in Erinnerung, es war unser erster Auswärtssieg, Callsen-Bracker konnte in der letzten Minute per Elfmeter den Siegtreffer erzielen.

Mit Mohamed Zidan haben die Mainzer in der Winterpause einen Volltreffer gelandet. Mit Koo und Ostrzolek haben wir uns aber auch gut verstärkt. 

Definitiv, die beiden haben sich unheimlich schnell integriert. Koo hat große Qualitäten und ist ein unberechenbarer Spieler, Ostrzolek hat schnell gezeigt, warum ihn die Verantwortlichen geholt haben.

Was macht der Pechvogel Jan Moravek? Trainiert er mit dem Team?
Das ist wirklich schade, dass er sich jetzt schon so lange mit seiner Muskelverletzung herumplagen muss. Inzwischen ist er wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und absolviert Laufeinheiten. Aber ich kann jetzt nicht sagen, wie lange es noch dauern wird, bis er voll einsatzfähig ist.

Dein Tipp für das Spiel gegen Mainz?

Das wird eine ganz enge Geschichte, aber die drei Punkte müssen in Augsburg bleiben. 

GIMME 5

Was würdest du machen, wenn du einen Tag Bundespräsident wärst?
Ich würde mir einen Kredit besorgen (lacht).

Was würdest du lieber machen: eine Woche Dschungelcamp oder eine Woche Trainingslager mit Felix Magath?
Haha, fiese Frage. Wenn dann eine Woche Dschungelcamp mit Felix Magath. 

Was verpasst du nur äußerst ungern im TV?

Fußball. Meine Freundin verdreht schon immer die Augen, denn sobald Fußball über den Bildschirm flimmert, sitze ich davor.

Was bist du eher: Feierbiest oder stiller Genießer? Bei der Aufstiegsfeier auf dem Rathausplatz warst du ganz vorne mit dabei...
Eigentlich mag ich es ja gerne etwas ruhiger, aber auch Feiern will gelernt sein! Und wenn es was zum Feiern gibt, bin ich dabei!

Welchen Traum willst du dir in deinem Leben noch unbedingt erfüllen?
Eine ausgedehnte USA-Reise über einen längeren Zeitraum.

Das Interview führte Walter Sianos.

 


 
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