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FCA-Profi Dawda Bah hat sich für die Ausgabe des Stadionkuriers zum Spiel gegen Borusia Dortmund (Samstag, 10. März, 18.30 Uhr) den Fragen des Stadionkurier-Teams gestellt. Diesmal hat sich Stadionkurier-Redakteur Walter Sianos mit Dawda Bah in der Hessingpark-Clinic getroffen, wo der 28-Jährige derzeit an seinem Comeback arbeitet. 

Interview mit Dawda Bah


„Down to earth!“

Er ist einer der großen Pechvögel der Saison: Nach seinem ersten Einsatz im Hinspiel gegen Bayer Leverkusen verletzte sich Dawda Bah im Training und brach sich die Kniescheibe. Seitdem absolviert er ein Reha-Aufbau-Training. Aber es ist Land in Sicht, Bah will noch in dieser Saison sein Comeback feiern. 

Hallo Dawda. Du kommst aus Gambia, einem kleinen Land mit gerade mal 1,6 Millionen Einwohnern (entspricht ca. der Einwohneranzahl von München). Wie würdest du einem Fremden dein Land beschreiben?
Gambia liegt an der Westküste Afrikas. Wir haben einen Küstenstreifen von ca. 80 Kilometern mit schönen Stränden, kann ich jedem empfehlen, der gerne Badeurlaub macht. Die Gambier sind ein sehr freundliches, friedliches und lebenslustiges Volk.

Die gambische Nationalmannschaft wird „The Scorpions“ genannt. Woher kommt der Name?
Du bist ja gut informiert. Ehrlich gesagt, kann ich dir gar nicht sagen, wo der Name seinen Ursprung hat. Übrigens war der Ex-Bundesliga-Profi Antoine Hey (Fortuna Düsseldorf/Schalke 04) mal Nationaltrainer.

Wie würdest du dich als Typ beschreiben? Was machst du gerne?
Ich bin jemand, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht, „down to earth“. Ich bin ein relaxter Mensch und mag Reggae- und Dancehall-Musik.

Dein erster Verein war der Hauptstadtclub Hawks Banjul FC. Gibt es eine Profiliga in Gambia?
Ja, in der First Division spielen 14 Teams und Wallidan Banjun ist der erfolgreichste Club in unserem Land.

Deine erste Station in Europa war Finnland. Wie kam dein Transfer zustande?
Der klassische Weg: Irgendwann ist ein Agent aufgetaucht, der mich spielen sah und der hat mich dann nach Europa vermittelt. Meine erste Station war Kokkolan PV, in der zweiten finnischen Liga.
 


Danach bist du zum finnischen Meister HJK Helsinki gewechselt, wo du vier erfolgreiche Jahre hattest. Letzte Saison habt ihr in der Champions-League-Qualifikation für eine Überraschung gesorgt, als ihr zu Hause 2:0 gegen Schalke 04 gewonnen habt. War bestimmt ein Highlight, oder?
Oh ja, daran erinnere ich mich natürlich sehr gerne zurück. Das Rückspiel haben wir zwar deutlich verloren und sind ausgeschieden, aber solche Spiele zu erleben, ist etwas Großartiges.

Nach den Qualifikationsspielen ist Teemu Pukki zu Schalke 04 gewechselt und du zum FCA. Ein herber Verlust für Helsinki. Konnte dein alter Club die Abgänge einigermaßen kompensieren?
Natürlich war das ein Verlust, aber die waren schon auch sehr stolz, dass zwei Spieler von ihnen in die Bundesliga gewechselt sind. Mit den Ablösesummen konnten sie die Abgänge auch ganz gut auffangen, alleine Pukki hat 1,5 Millionen in die Kassen gespült.

Wie ist das für einen sonnenverwöhnten Menschen, wenn er plötzlich in ein Land kommt, wo es kalt und dunkel ist?
Das war echt hart am Anfang. Es war ja das erste Mal, dass ich außerhalb Afrikas gereist bin. Und da kam ich dann im Winter in Finnland an, eisige Kälte, ich hab zum ersten Mal Schnee gesehen und es war dauernd dunkel. Und Kokkolan liegt ja viel nördlicher als Helsinki, da war es noch dunkler und noch kälter (lacht). Aber ich habe mich doch dann relativ schnell akklimatisiert.

 
Du bist jetzt sechs Jahre in Europa. Wo siehst du deine Zukunft nach der aktiven Laufbahn? In Afrika oder Europa?
Das kann ich jetzt noch nicht sagen, ich bin 27 Jahre alt und will noch möglichst lange Fußball spielen.

Du hast dein privates Glück in Skandinavien gefunden, bist verheiratet und hast eine Tochter?
Ja, das ist richtig. Deswegen kann es durchaus sein, dass ich nach meiner Karriere in Skandinavien bleibe. 

Wie gefällt dir Deutschland, wie Augsburg? 

Ich hatte bisher noch nicht die Gelegenheit zu einer ausgedehnten Sightseeingtour. Aber das, was ich bisher gesehen habe, hat mir ausgesprochen gut gefallen. 

Wie sieht derzeit ein normaler Tag für dich aus?
Zurzeit etwas monoton, ich verbringe fast jeden Tag mit Reha in der Hessingpark-Clinic. Danach fahre ich nach Hause, sehe fern, gehe ins Kino usw. Außerdem telefoniere ich regelmäßig mit meinen Eltern in Gambia.

Stichwort Reha: Ist schon Land in Sicht, was ein Comeback angeht?
Es läuft ganz gut und ich muss sagen, dass die Betreuung hier wirklich sehr gut ist. Mein Ziel ist es, noch in dieser Saison einzugreifen.

Du bist auch immer bei den Heimspielen in der SGL arena. Der FCA wurde anfangs von vielen Experten nur belächelt, inzwischen sprechen die Menschen mit Respekt über den FCA. Wie ist dein Eindruck von deinem neuen Team?
Sie haben zu Recht Respekt vor dieser Mannschaft. Es ist phantastisch, mit welchem Einsatz das Team spielt. Platz 15 ist machbar und ich hoffe, dass ich auch noch dazu beitragen kann.

Heute gastiert der amtierende Meister Borussia Dortmund bei uns, eine Mannschaft, die einen unglaublich dynamischen und erfolgreichen Fußball spielt. Auf dem Papier haben wir keine Chance...

Im Fußball gibt es die verrücktesten Dinge. Gegen den FC Bayern haben wir sehr unglücklich verloren und gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Das hätte auch keiner wirklich erwartet. 

Dein Tipp?
Ich tippe ungern, aber ich habe großes Vertrauen in unsere Jungs! 

GIMME FIVE

Welche Musik bringt dich so richtig in Schwung?
Reggae, Dub und Dancehall. Als Interpret finde ich Gentleman richtig gut. Der ist Deutscher! 

Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?
Den Tag mit einem schönen Frühstück beginnen, dann mit der Familie etwas unternehmen, in die Stadt gehen, etwas spazieren, ein bisschen shoppen und abends dann schön essen gehen.

Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Meinen iPod, Lebensmittel und vor allem viiiiel Candy!

Welcher Spieler war in deiner Kindheit dein Idol und was war dein Lieblingsclub?
Zinedine Zidane war für mich der Größte und ich war Fan von Real Madrid.

Welchen Promi würdest du gerne zum Essen einladen?
Meine Tochter!

Ist die prominent?

Für mich ja (lacht). Also okay, wenn’s ein Prominenter sein muss, dann Charlie Sheen. Ich bin Fan der Serie „Two and a half men“

Das Interview führte Walter Sianos.
 
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